ZINNOBER / MalerinnenNetzWerk + Gäste / 4.9. – 31.10.26

Vernissage: 4.9.2026 / 18 Uhr
Finissage: 31.10.2026 / 16 Uhr

 

Eine Farbe, 31 Künstlerinnen, 140 Werke: Mit ZINNOBER setzen das Malerinnen-
NetzWerk Berlin-Leipzig (MNW) und Gäste vom 4. September bis 31. Oktober 2026
in der Elbland Kunsthalle Riesa ihre Reihe Essence of Color fort. Im Zentrum der
Schau steht das Medium Farbe selbst.

Farbe ist Physik, Chemie, Biologie und trägt in ihrer Namensgebung oft eine geogra-
fische Spur, wie das Pariser Blau. Doch ist sie nicht auch ein gesellschaftliches Phä-
nomen, politisch aufgeladen? Erzeugt Farbe Gefühle, oder spiegeln sich Gefühle in
der Farbe? Was bedeutet Farbe für KünstlerInnen? Kann Blau auch Gold sein, oder
Weiß und fühlt sich ein ganz und gar grünes Bild am Ende nicht doch wie Zinnober-
rot an?

Es ist dieser entstehende Kosmos, der so unglaublich fasziniert – die feine, poetische Vernetzung der unterschiedlichsten Themen unter der Ägide EINER Farbe: Zinnober. „Die Königin des Rot ist Zinnober“, schrieb der britische Künstler Derek Jarman. Die Ausstellung folgt der Spur von Rot bis Zinnober in allen Facetten.

Das Spektrum der gezeigten Arbeiten bewegt sich in großer stilistischer und
inhaltlicher Bandbreite. Gezeigt werden von figürlich-expressiven Positionen, über
landschaftlich-athmosphärische Ansätze bis hin zu abstrakt geprägten Malereien.
Ergänzt werden diese Arbeiten durch grafische und collagierte Verfahren, sowie
mediale und installative Interventionen. Statements der Künstlerinnen zum Thema
ZINNOBER komplettieren die gezeigten Werke.

Verhandelt werden unter anderem das Verständnis von Geschlechterrollen und
Sexualität, räumliche Verhältnisse als Kulisse oder metaphorisch aufgeladene
Inszenierung, Landschafts – und Naturbegriff heute sowie Formen der kollektiven
Erinnerung. Fragen nach der Materialität und Bedeutung des künstlerischen
Mediums stehen dabei immer im Fokus.

Die Ausstellung ZINNOBER bildet den Abschluss der Jubiläumsausstellungen zum
10-jährigen Bestehen des MalerinnenNetzWerk Berlin – Leipzig.

Teilnehmende Künstlerinnen aus Leipzig und Berlin:
UNDINE BANDELIN | JOANNA BUCHOWSKA | STEPHANIE DOST | ISABELLE DUTOIT | FRANZISKA GUETTLER | NINA K. JURK | HEIKE KELTER | MARIANNA KRUEGER | KATHRIN LANDA | VERENA LANDAU | CATHERINE LORENT | JUSTINE OTTO | GUDRUN PETERSDORFF | CORNELIA RENZ | JULIA RÜTHER | ANN-KATRIN SCHAFFNER | EVA SCHWAB | ANIJA SEEDLER | BETTINA SELLMANN | TANJA SELZER | SOPHIE VON STILLFRIED | ALEX TENNIGKEIT | KATHRIN THIELE | ANKE VÖLK | SUSANNE WURLITZER | MIRIAM VLAMING

Teilnehmende Gäste aus Dresden:
LENA DOBNER | MAJA DRACHS | ANTJE GUSKE | GILA EPSHTEIN | SIMI NINATI

Kuratiert wird die Ausstellung von Undine Bandelin, Isabelle Dutoit und Nina K. Jurk.

Das MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig (MNW) ist eine Plattform für zeitgenössische Malerei mit dem Ziel, die Sichtbarkeit von Künstlerinnen durch eine konzentrierte Ausstellungsaktivität und gemeinsame Publikationen zu erhöhen und ihren Austausch und ihre Vernetzung zu fördern. Das MNW umfasst vor allem malerische Positionen, zeichnet sich aber auch durch seine Offenheit gegenüber experimentellen künstlerischen Konzepten aus. Seit Herbst 2015 stellen die Künstlerinnen des MNW in unterschiedlichen Konstellationen in Museen, Kunsthallen, Galerien und Kunsträumen national und international aus. Über das Netzwerk sind bereits mehrere Publikationen erschienen.

 

[1] Anke Völk, Chroma/ Zinnoberrot III,2026, Acryl, Flashe, Pigment auf Leinwand, 280 x 190 cm, © Foto: Anke Völk
[2] Anija Seedler, Bird, 2022, Tusche, Pigment, Öl, Firniss auf Leinwand, 130 x 73 cm, © Foto: Anija Seedler
[3] Antje Guske, Bogen und Schlot, 2018, Acryl auf Hartfaser, 40 x 40 x 240 cm, © Foto: Antje Guske
[4] Isabelle Dutoit, Zwei Wölfe (rot-gelb), 2025, Öl auf Leinwand, 55 x 40 cm, © Foto: Isabelle Dutoit
[5] Joanna Buchowska, Eminence, 2021-2026, Papier, Acryl und Stift auf Leinwand, 60 x 50 cm, © Foto: Joanna Buchowska
[6] Nina K. Jurk, Feuer I, 2026, Öl auf Leinwand, 160 x 160 cm, © Foto: Nina K. Jurk
[7] Susanne Wurlitzer, Lights 19, 2022, Acryl auf Leinwand, 190 x 160 cm, © Foto: Susanne Wurlitzer
[8] Undine Bandelin, Der Thronfolger, 2025, Öl auf Leinwand, 200 x 150 cm, © Foto: Undine Bandelin